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Kultur rund um den Chiemsee

Übersicht von Bauwerken, die Ihren Urlaub bereichern

   Kulturelle Zentren...

Ob in der Seenplatte, Wandern auf der Herreninsel am und um das Schloss König Ludwig´s des II, oder sehr interessante Wanderungen im Moor. Chiemgau Land ist ein Wanderparadies, das sich durch seine Vielschichtigkeit zeigt. Nicht zu vergessen sind die vielen Wirtschaften, die Biergärten ...

Wandern im Chgiemgau

  Herrenchiemsee:

Für viele ist das neue Schloss auf der Herreninsel die "Herreninsel" schlechthin. Rein geschichtlich betrachtet bildet das "Alte Schloss", das  ehemalige Augustiner-Chorherrenstift (Altes Schloss) Herrenchiemsee weitaus mehr...

Der Konventstock (Ostflügel) mit Sälen und Wohnzellen entstand 1645-1649, der Bräuhausstock (Westflügel) 1661-1665. Im repräsentativen Fürstenstock (Südflügel, 1700-1716) befanden sich die Klosterküche, Prunksäle sowie Wohnräume für fürstliche Gäste. Mit dem Prälaturstock (Nordflügel, 1727-1730) wurde der Klosterhof geschlossen.

Seit 1998 befindet sich im Konventstock und im Fürstenstock ein modern gestaltetes Museum.

Im Prälaturstock ist die Gemäldegalerie Julius Exter mit rund 100 Bildern aus allen Schaffensperioden des Künstlers zu sehen. Die Bepflanzung des vor dem Konventstocks gelegenen "Platanensaals" mit Blick zur Fraueninsel geht auf das Jahr 1893 zurück.

Stiftskirche und Kathedrale (nicht zugänglich)

Von 1979 bis 1989 fanden auf der Herreninsel archäologische Grabungen statt, die vermuten lassen, dass die erste Klosteranlage am Platz der jetzigen Stiftsgebäude bereits im frühen 7. Jahrhundert (vor 629) gegründet wurde. Fragmente von Chorschrankenanlagen1 bezeugen eine künstlerisch hochwertige Ausstattung der karolingischen Klosterkirche.

St. Augustinus (Original), St. Sixtus und St. Sebastian (Kopien);
Steinfiguren von der Westfassade des Doms, Georg Pämer, 1677/78.
Die Figuren stehen heute im kleinen Klosterhof.

Die St. Salvator, dem göttlichen Erlöser, geweihte Abtei wurde im Hochmittelalter durch ein Augustiner-Chorherrenstift abgelöst, dessen Kirche mit den Patronen Sixtus und Sebastian 1131 konsekriert werden konnte. Seit 1215 diente das Gotteshaus auch als Kathedrale der Chiemseebischöfe. Umbauten der romanischen Kirche mit ihrer Doppelturmfassade erfolgten im späten Mittelalter.

Die Domstiftskirche wurde 1676-1679 durch Lorenzo Sciasca (Sciascia) weitgehend neu erstellt. Von Francesco Brenno und Giulio Zuccalli stammte der Stuck, Joseph Eder und Jacob Carnutsch führten die Deckenbilder aus. Heute ist nur noch das Langhaus erhalten. Chor und Türme wurden nach 1807 abgerissen und im Kirchenschiff eine Brauerei eingebaut. In seiner Funktion als Stiftskirche und Kathedrale war das Gotteshaus ein signifikanter Bau des Frühbarock, errichtet in der Tradition der Graubündner Barockmeister.

Wandern im Chgiemgau

  Kloster Seeon:

Seeons Geschichte auf einen Blick

994: Gründung des Klosters. Stifter sind Pfalzgraf Aribo I. und seine Gemahlin Adala.

999: Erste urkundliche Erwähnung des Klosters anlässlich der Bestätigung von Privilegien durch Kaiser Otto III. und Papst Silvester II.. Die Abtei ist nun reichs- und romunmittelbar.

11. Jh.: Angesehene ottonisch-frühsalische Schreibschule in Seeon. Wohl nach 1035 auch Gründung eines Benediktinerinnenklosters um St. Walburg.

Spätes 12. Jh.: Neubau einer dreischiffigen romanischen (im Kern heute noch erhaltenen) Säulenbasilika.

....

1803: Aufhebung des Benediktinerklosters im Zuge der Säkularisation

1804: Verkauf eines Großteils des Klosterkomplexes an den Münchner Bäckermeister Franz Xaver Distler, der die Klosterbrauerei in Eigenregie fortführt

1873: Fürst Nikolaus Romanowskij, 4. Herzog von Leuchtenberg, mit der Zarenfamilie Romanow verwandt, erwirbt die Gebäude als Wohnsitz. Nach seinem Tod lassen die beiden Söhne den Seeoner Baukomplex 1892 zum Schloss umgestalten.

1934: Ersteigerung von Schloss Seeon durch den Großindustriellen Dr. Max Wiskott. Er vermietet die Anlage an die NSDAP zur Einrichtung einer SA-Schule; zugleich Teilnutzung durch den Reichsarbeitsdienst.

Ab 1945: Nachkriegslazarett, dann Flüchtlingslager („Sudetenheimstätte“).

1958–1978: Schule des Bundesgrenzschutzes, dann Kaserne der Bayerischen Bereitschaftspolizei; diverse Um- und Anbauten

1978: Erwerb der Anlage durch die Erzdiözese München und Freising, um die Übereignung an eine Sekte zu verhindern.

1986: Verkauf an den Bezirk Oberbayern.

Entnommen: https://www.kloster-seeon.de/ein-kurzer-streifzug-durch-die-jahrhunderte


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  Baumburg:

Es waren unruhige, es waren wilde Zeiten, in denen das Augustiner-Chorherrenstift Baumburg gegründet wurde. Der römisch-deutsche König und spätere Kaiser Heinrich IV. hatte sich mit dem Papst angelegt, woraufhin ihn dieser mit dem Kirchenbann belegt hatte. Papst Gregor VII. setzte den König ab, exkommunizierte ihn und löste alle Christen vom Treueeid, den sie Heinrich geschworen hatten. Papst Gregor bezeichnete Heinrich als „Verächter des christlichen Glaubens, ein Verwüster der Kirchen und des Reiches sowie ein Anstifter und Genosse der Ketzer“. Allerdings gewährte der Papst dem König eine Frist zur Umkehr, die dieser mit dem Gang nach Canossa nutzte. Die Krise zwischen dem König und dem Papsttum war damit aber längst nicht ausgestanden. Und auch die Fürsten des Reichs standen immer wieder in Opposition zum Regenten.

Unter dem Einfluss junger bayerischer Grafen aus dem Gründerkreis des Reformklosters Kastl in der Oberpfalz und des Reformstifts Berchtesgaden stellte sich im Jahr 1104 auch Heinrichs Sohn, Heinrich V., gegen den Vater: Markgraf Diepold III. von Vohburg, Graf Otto von Habsburg-Kastl und Graf Berengar von Sulzbach hatten sich aus reformreligiösen Gründen gegen den Kaiser verschworen, seinen Sohn an sich gebunden und diesen gegen den Vater aufgewiegelt. Diepold, Otto und Berengar redeten dem jungen Mann ein, er werde die Macht verlieren, wenn er sich nicht bald gegen den Vater stelle. Wartete er mit der Thronbesteigung bis zum Tod seines Vaters, werde ihm ein anderer zuvorkommen – so groß sei im ganzen Reich der Hass auf seinen gebannten Vater. Aus Sorge um sein Seelenheil schloss sich Heinrich mit den jungen bayerischen Adligen zu einer „Heilsgemeinschaft“ zusammen, um sich so die Nachfolge auf dem Kaiserthron zu sichern.

Diese Wirren beeinflussten auch die Umstände der Gründung des Klosters Baumburg. Zu der kam es durch den Einflüsterer Heinrichs V., Graf Berengar von Sulzbach (* vor 1080; † 3. Dezember 1125). Dessen erste Ehefrau, Gräfin Adelheid von Horburg-Lechsgmünd hatte ihm und zwölf Ministerialen in ihrem Todesjahr das Gelöbnis abgenommen, mit den Witwengüter aus ihren ersten beiden Ehen mit dem Chiemgaugrafen Marquart von Marquartstein und Ulrich von Passau ein weiteres Reformstift zu gründen. Das sollte nach Wunsch Adelheids der Kirche St. Margarethen in Baumburg angegliedert werden.

  Geschichtlicher Zeitstrahl:

Wandern im Chgiemgau

  Römisch Architektur:

  • Seebruck, Römisches Museum, Überreste Besiedelung


  Romanische Architektur:

Kirchen:

  • Herreninsel
  • Rabenden, Richtung Baumburg gotischer Flügelaltar
  • Steinkirchen, Samerberg. Gilt als eine der schönsten gelegenen Kirchen im Landkreis
  • Petersbergkirchen, Flinsbach
  • Michaelskapelle, Wasserburg

Gotische Bauwerke:

  • Torhalle Fraueninsel
  • Streichenkapelle , Schleching
  • Urschalling, Kirche Fresken


  Gotische Architektur:

Kirchen:

  • Bad Reichenhall Kirche St.Zeno

Romanische Bauwerke:

  • Torhalle Fraueninsel
  • Streichenkapelle , Schleching
  • Urschalling, Kirche Fresken


  Renaissance Architektur:

Renaissance Bauwerke:

    • Schloss Amerang, Innenhof
    • Kloster Seeon, St. Walburgis, Fresken des 16. Jhd.

  Barock Architektur:

  • Seeon Klosterkirche

  Rokoko Architektur:

  • Baumburg, Klosterkirche
  • Abtskapelle St. Nikolaus im Kloster Seeon

  nach ca.1780 :

Kirchen



Bauwerke;

  • Herreninsel, neues Schloss, Bauwerk Ludwig II.

  moderne sehenswerte Architektur :

Kirchen



Bauwerke;

  • Herreninsel, neues Schloss, Bauwerk Ludwig II.

Weiterführende Informationen:

Wandern im Chgiemgau

  Veranstaltungskalender:

Eine Vielzahl an Festen und Märkten begleitet Sie im Chiemgau. Ein paar haben wir Ihnen aufgelistet.

Veranstaltungskalender

Übersicht Kulturveranstaltungen in der Region München - Salzburg